Gesundheit und Sex
Sexualität spielt wie allgemein bekannt in vielerlei Hinsicht eine zentrale Rolle im menschlichen Leben, wobei ein spezifischer Bereich von der Rubrik Gesundheit und Sex dargestellt wird. Beide Begriffe stehen in einem engen Zusammenhang und sind untrennbar miteinander verknüpft, können doch sexuelle Aktivitäten die unterschiedlichsten gesundheitlichen Folgen mit sich bringen.
Sexuell übertragbare Krankheiten
Eine wesentliche Rolle im Bereich Gesundheit und Sex werden leider auch von sexuell übertragbaren Krankheiten eingenommen. Es handelt sich dabei zumeist um Infektionen und Viren, die die unterschiedlichsten Folgen haben können, wobei diese im wohl bekanntesten Fall einer sexuell übertragbaren Krankheit auch unweigerlich bis zum Tod führen kann.
AIDS
Die wohl populärste sexuell übertragbare Krankheit wird vom Acquired Immune Deficency Syndrome, kurz AIDS, dargestellt, das auch in unserer aufgeklärten Welt eine häufige Todesursache darstellt. Es handelt sich dabei um eine Erkrankung des Immunsystems, die in Folge der Infizierung mit dem HI Virus zu Tage tritt. Dieser bedrohliche Virus kann durch Blut, Sperma, Vaginalsekret und Muttermilch übertragen werden, was zur Folge hat, dass im Bereich der Sexualität der Vaginal-, sowie der Anal- und der Oralverkehr ohne Verwendung eines Kondoms ein Ansteckungsrisiko mit sich bringt. Die Ansteckung kann also einzig und allein durch das Verwenden eines Kondoms verhindert werden. Das volle zu Tage Treten des HI Virus kann durch Medikamente lediglich verzögert werden, eine vollkommene Chance zur Heilung ist allerdings ausgeschlossen.
Herpes genitalis
Unter herpes genitalis versteht man einen Herpesbefall der Geschlechtsteile, wobei es hier um eine Viruserkrankung handelt, die durch den Austausch von Körperflüssigkeiten beziehungsweise auch durch Sexualkontakt entsteht.
Chlamydien
Chlamydien bezeichnen spezielle Bakterien, die in den Schleimhäuten im Bereich der Geschlechtsorgane entstehen können. Ihre Folgen können bis zur Unfruchtbarkeit, Frühgeburt, Eileiterschwangerschaft oder Arthirtis reichen, wobei auch zu erwähnen ist, dass beobachtet werden konnte, dass mit Chlamydien infizierte Menschen beim ungeschützten Geschlechtsverkehr auch ein höheres Risiko zur Ansteckung mit weiteren sexuell übertragbaren Krankheiten in Kauf nehmen müssen.
Filzlaus
Eine weitere bekannte sexuell übertragbare Krankheit wird vom Filzlausbefall dargstellt. Es handelt sich dabei um einen rund 1-1,5 mm langen Parasit, der zu meist in den Schamhaaren einen optimalen Lebensbereich findet. Einmal vom menschlichen Körper entfernt kann die Laus lediglich rund 24 Stunden überleben.
Darüber hinaus gibt es noch eine große Anzahl weiterer sexuell übertragbarer Krankheiten, deren bekanntesten Vertreter jedoch bereits genannt wurden.
Weiters sind auch noch zahlreiche sexuelle Störungen bekannt, die ebenfalls in engem Zusammenhang mit dem Faktor Gesundheit zu nennen sind. Zu den bekanntesten Fehlfunktionen zählen der vorzeitige Samenerguss, die Impotenz sowie die Frigidität.
Vorzeitiger Samenerguss
Hierbei handelt es sich um die am häufigsten auftretende Störung beim Mann, wobei von einer so genannten ejaculatio praecox gesprochen wird, wenn der Mann den Zeitpunkt der Ejakulation beim Geschlechtsverkehr nicht steuern kann. Rund 20 Prozent der männlichen Bevölkerung kämpfen mit diesem Problem, bei dem die Ejakulation kurz nach dem Einführen des Penis in die Vagina beziehungsweise bereits davor von statten geht.
Impotenz
Impotenz oder auch erektile Dysfunktion genannt meint die Unfähigkeit, die Erektion langfristig erhalten zu können, wobei die Ursache dieser sexuellen Störung zumeist im organischen Bereich liegt. Als Gründe für Impotenz können Rauchen, Alkoholkonsum, Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Operationen oder Verletzungen am Schwellkörper genannt werden, wobei die unterschiedlichsten Potenzmittel, die am Markt vorhanden sind, in gewissen Fällen dieser Störung entgegenwirken können.
Frigidität
Als Frigidität meint man allgemein eine fehlende Libido, die sich in einem mangelnden sexuellen Verlangen äußert. Der bereits etwas veraltete Begriff, der seinen Ursprung im französischen Wort frigide, das so viel wie kalt oder kühl bedeutet, hat, wird meist bei Frauen in Anspruch genommen. Häufig tritt diese sexuelle Störung auch in Folge von psychischen Erkrankungen zu Tage, wobei Frigidität auch als Nebenwirkung mancher Medikamente Bekanntheit erlangt hat.
